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Der Bundestag hat sich hinter das Einheits- und Freiheitsdenkmal in Berlin gestellt. So hat es der Bundestag am gestrigen Abend beschlossen. Für Leipzig jedoch wird es eng. Dennoch bleibt immerhin die Option für ein eigenes Erinnerungsmal.

„Ich freue mich, dass zumindest eine Chance bestehen bleibt ein eigenes Denkmal zu errichten. Haben doch die Menschen in unserer Stadt einen ganz großen Anteil am Ende des diktatorischen SED-Regimes gehabt! Hier sind die Menschen auf die Straße gegangen, als die Entwicklung noch auf Messers Schneide stand – ja, es lebensgefährlich war, zu demonstrieren“, so Jens Katzek, SPD-Direktkandidat für den Bundestag. Im nächsten Bundestag wird dann die Auseinandersetzung um die Finanzierung in die letzte Runde gehen.

„Diesen Kampf zu führen – dafür bin ich bereit“, so Katzek. In Hiltrud Lotze, MdB, der zuständigen Berichterstatterin der SPD hat er auch bereits erste Unterstützung für sein Ansinnen gefunden. „Wir als Sozialdemokraten haben eine besondere Verantwortung die historische Leistung zu würdigen“ sagt die Bundestagsabgeordnete Hiltrud Lotze. „In Leipzig als ur-sozialdemokratischer Stadt haben die Massenproteste ihren Anfang genommen, das muss auch für die Nachwelt gewürdigt werden. Insofern freue ich mich, dass Jens Katzek das Thema zu seinem eigenen macht. Umgekehrt könnte man fragen, wieso sich die beiden aktuellen CDU-Abgeordneten in dieser wichtigen Frage für Leipzig kaum engagieren.“

Umso wichtiger ist es für Katzek, dass die Diskussion in Leipzig breit geführt wird. „Ich setze hier auf die Arbeit des von Oberbürgermeister Jung eingesetzten Beirates mit seinen herausragenden Persönlichkeiten. Meinen Vorschlag einer „Statue für die Freiheit“ hatte ich ja bereits vorgestellt und bleibe bei meiner Meinung: Wir sind es den Menschen von damals schuldig, ihren Mut und ihren Erfolg dauerhaft und sichtbar zu ehren. Das ist für mich auch eine Frage des Respektes vor der Leistung der Menschen von damals.“