Ehrenamtliches Engagement

Meine Frau und ich wissen, dass wir in unserem Leben bei aller eigenen, harten Arbeit auch immer wieder Glück und Unterstützung durch Dritte erfahren durften. Diese Erkenntnis ist schon seit langem Motor dafür, dass wir uns in verschiedenen Bereichen auch ehrenamtlich engagieren.

Alten Menschen Zeit und Aufmerksamkeit schenken

Seit vielen Jahren bin ich im Aufsichtsrat einer Stiftung tätig (und leite diesen mittlerweile auch), die sich unter dem Motto „Gemeinsam statt einsam“ für Menschen einsetzt, die durch Alter, Krankheit oder Verlust des Partners einsam geworden sind und die wieder Gemeinschaft erfahren möchten. Die Diehl-Zesewitz-Stiftung wurde 2003 von dem Unternehmer Norbert Diehl in Gedenken an den Architekten Ernst Zesewitz († 2001) gegründet und baut sogenannte ZeitOasen® auf, um wieder Lebensfreude und -freunde zu schenken: Orte der Gemeinschaft, zum Beispiel in Magdeburg, an denen sich alte und junge Menschen gegenseitig Zeit und Aufmerksamkeit schenken. Schon während meines eigenen Zivildienstes habe ich Alte, Kranke und oft auch Alleinstehende zu Hause betreut und dabei gelernt, dass Zeit und Aufmerksamkeit fast genauso wichtig sind wie Medikamente.

Rotary: Freunde gewinnen und sich für die Gesellschaft engagieren

Auch mein mehr als 10jähriges Engagement bei Rotary ist von dem Gedanken getrieben, dass sich persönliche Freundschaft gut mit sozialem Engagement verbinden lässt. Rotary vereint Persönlichkeiten aus allen Kulturen, Berufen und politischen Parteien. Seit der Gründung des ersten Clubs vor mehr als 100 Jahren in Chicago, hat sich Rotary zu einem weltumspannenden Netzwerk engagierter Männer und Frauen entwickelt, die ein gemeinsames Ziel verfolgen: Sie wollen denen zur Seite stehen, die Hilfe brauchen – im lokalen Umfeld und in internationalen Hilfsprojekten. In Deutschland sind mittlerweile über 50.000 Männer und Frauen in mehr als 1.000 Clubs organisiert. Neben den Einzelprojekten jedes Clubs vor Ort gibt es auch große internationale Projekte. Das weltweit bekannteste ist mit „End Polio Now“, der globale Kampf gegen die Kinderlähmung.

Hier in Leipzig haben sich z.B. alle Rotary Clubs zusammengeschlossen, um dem Flüchtlingsrat bei seiner Arbeit zur Seite zu stehen. In meinem eigenen Club unterstützen wir seit mehreren Jahren eine Reihe von Hauptschülerinnen und Hauptschülern, die es im schwierigen familiären Umfeld geschafft haben, aus einer für sie scheinbar ausweglosen Situation herauszukommen und ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen.

Unterstützung von Stipendiatinnen und Stipendiaten

Neben der Unterstützung Leipziger Hauptschülerinnen und Hauptschüler im Rahmen des Rotary-Clubs engagiere ich mich auch als Vertrauensdozent der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES). Die FES ist den Grundwerten der Sozialen Demokratie – also Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität – verpflichtet und vergibt Stipendien an junge Studierende. Neben den überdurchschnittlichen Studienleistungen besitzt der soziale Hintergrund von Bewerbern sowie deren persönlicher Einsatz für die Gesellschaft einen hohen Stellenwert bei der Förderentscheidung. Bei der Auswahl werden gezielt junge Menschen aus hochschulfernen Haushalten und mit Migrationshintergrund berücksichtigt, da ihnen die Chance auf eine höhere Bildung oft verwehrt bleibt.

Die Auswahlgespräche sind in den meisten Fällen für beide Seiten eine unglaubliche Bereicherung. Natürlich geht es um die sehr materielle Frage einer Förderung – aber Grundlage der Entscheidung ist die Würdigung der gesamten Persönlichkeit. Und somit eröffnen die Gespräche für beide Seiten die Möglichkeit voneinander zu lernen. Während sich für mich selbst die Möglichkeit öffnet, einen Einblick in Denk- und Handlungsweise einer ganzen Generation von zukünftigen Entscheidungsträgern zu erhalten, können diese wiederum von meinen Erfahrungen lernen, wenn sie es wollen.

Andere Ehrenämter

• Gewerkschaft IG Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE)
• Managerkreis der Friedrich-Ebert-Stiftung e.V.
• Wirtschafts-Club Leipzig e.V.