Was mich prägte

Der
Start
Schuss

Bei fast jedem von uns gibt es irgendwann ein einschneidendes Erlebnis, bei dem es „klick“ im Kopf macht und das für unsere ganze weitere Entwicklung die Grundlage schafft. Bei mir waren es Günter Wallraffs „13 unerwünschten Reportagen“. Ein dünnes Buch nur – aber es hat mich mit meinen 16 Jahren aufgerüttelt und mir deutlich gemacht, dass „in der Welt da draußen“ durchaus mehr an Unrecht existiert, als ich es mir damals habe vorstellen können. Das wollte ich so nicht einfach akzeptieren.

Die 1980er Jahre waren stark von der Friedensbewegung und der Frage geprägt, wie wir es endlich schaffen können, mit weniger Atomraketen in Europa und weltweit zu leben. In meiner Heimatstadt habe ich mich an der Organisation vieler Aktionen beteiligt, habe Mahnwachen durchgeführt, Flugblätter gedruckt und verteilt, Sonderzüge nach Bonn organisiert und mich gegen den sogenannten NATO-Doppelbeschluss gewendet, dessen geistiger Vater der damalige Bundeskanzler Helmut Schmidt war. Parallel dazu habe ich viele Jahre lang junge Männer beraten, die den Zivildienst im Krankenhaus oder Altenheim einem Dienst in der Bundeswehr vorzogen und dafür eine sogenannte „Gewissensprüfung“ bestehen mussten. Getrieben waren wir von der Angst, zwischen den Interessen der damaligen Großmächte Sowjetunion und USA zerrieben zu werden und dass es zu einem Dritten Weltkrieg kommen könnte, der mit Atombomben geführt würde
Heute weiß ich, dass wir Unrecht hatten. Die Weitsicht und das Beharrungsvermögen von Helmut Schmidt waren maßgeblich mit dafür verantwortlich, dass in der Sowjetunion andere Kräfte ans Ruder kamen und 1989 die Wiedervereinigung des getrennten Deutschlands möglich wurde. Aber wie heißt es so schön: Hinterher ist man immer schlauer. Auch diese Zeit war für meine persönliche Prägung mitentscheidend. Mittlerweile ist mir klar geworden, dass Angst ein sehr schlechter Ratgeber ist und wie wichtig es ist, nicht immer nur mit festgefügten Parolen aufeinander „einzudreschen“, sondern mehr zuzuhören.

Nukleare
Nach- und
Aufrüstung

Eintritt
in die SPD

Für Politik begeistern Menschen und weniger Programme. Auch bei mir war das nicht anders. Thomas Schröder war 1980 mein erster Kontakt zur SPD. Ein toller Mann mit unglaublicher Energie und Humor, der – nicht untypisch für die damalige Zeit – mit seiner Homosexualität vorsichtig umgehen musste. Und die Mischung aus Verantwortungsbewusstsein und dem Glauben an die rationale, wissenschaftliche Debatte, die der damalige Bundestagsabgeordnete Wolf-Michael Catenhusen vorlebte, hatte mich dann am Schluss überzeugt. So trat ich 1989 in die SPD ein und habe mich seitdem auf verschiedenen Ebenen engagiert. In Leipzig bin ich Mitglied im Stadtvorstand und betreue die Finanzen sowie die Neumitglieder in meinem Ortsverein Leipzig Alt-West.

Das letzte Jahr war auch für mich sehr stark von der Frage bestimmt, wie wir die zu uns kommenden Flüchtlinge in unsere Stadtgesellschaft integrieren können. Diese Frage spielte nicht zuletzt eine große Rolle am 23. Mai 2016 bei den Feierlichkeiten zum 153. Geburtstag der SPD und des 67. Geburtstags unseres Grundgesetzes auf dem Nikolaikirchhof, die ich mitorganisierte und moderieren durfte.
Im Ergebnis eines intensiven Arbeitsprozesses hat der außerordentlichen Stadtpar­teitag, den ich mit dem Vorsitzenden der Leipziger SPD federführend vorbereitet habe und den die gesamte Partei zu einem gemeinsamen Erfolg führen konnte, am 24. Juni 2016 mit großer Mehrheit einen wegweisenden Beschluss zur Integration in Leipzig gefasst. Diesen „Leipziger Aktionsplan Integration“, der vor allem auf Bildung, Wirtschaft und Arbeit setzt, dabei aber ebenso wenig Sport und Kultur wie innere Sicherheit und öffentliche Ordnung vergisst, können Sie hier herunterladen.
Die vielfältigen Gespräche in Vorbereitung der Antragserstellung haben mir gezeigt: Die SPD vertritt bei allen „rechts-links-Debatten“ grundlegende Werte, für die es sich lohnt, einzutreten! Die Mitglieder der SPD besitzen ein starkes Wertegerüst, das sie in besonderer Weise befähigt, sich den Herausforderungen der Zukunft zu stellen. Uns geht es darum, wirklich tragbare Lösungen zu finden und aktiv Verantwortung für unser gesellschaftliches Miteinander zu übernehmen. In unserer Stadt und in unserem Land.

Integration

Integration

Das letzte Jahr war auch für mich sehr stark von der Frage bestimmt, wie wir die zu uns kommenden Flüchtlinge in unsere Stadtgesellschaft integrieren können. Diese Frage spielte nicht zuletzt eine große Rolle am 23. Mai 2016 bei den Feierlichkeiten zum 153. Geburtstag der SPD und des 67. Geburtstags unseres Grundgesetzes auf dem Nikolaikirchhof, die ich mitorganisierte und moderieren durfte.
Im Ergebnis eines intensiven Arbeitsprozesses hat der außerordentlichen Stadtpar­teitag, den ich mit dem Vorsitzenden der Leipziger SPD federführend vorbereitet habe und den die gesamte Partei zu einem gemeinsamen Erfolg führen konnte, am 24. Juni 2016 mit großer Mehrheit einen wegweisenden Beschluss zur Integration in Leipzig gefasst. Diesen „Leipziger Aktionsplan Integration“, der vor allem auf Bildung, Wirtschaft und Arbeit setzt, dabei aber ebenso wenig Sport und Kultur wie innere Sicherheit und öffentliche Ordnung vergisst, können Sie hier herunterladen.
Die vielfältigen Gespräche in Vorbereitung der Antragserstellung haben mir gezeigt: Die SPD vertritt bei allen „rechts-links-Debatten“ grundlegende Werte, für die es sich lohnt, einzutreten! Die Mitglieder der SPD besitzen ein starkes Wertegerüst, das sie in besonderer Weise befähigt, sich den Herausforderungen der Zukunft zu stellen. Uns geht es darum, wirklich tragbare Lösungen zu finden und aktiv Verantwortung für unser gesellschaftliches Miteinander zu übernehmen. In unserer Stadt und in unserem Land.